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 Willkommen bei GANGWAY e.V. 

  Gesamteinrichtung

GANGWAY e.V. ist ein überregionaler Jugendhilfeträger mit Sitz in Hamburg

Der Trägerverein GANGWAY e.V. ist ein überregionaler, gemeinnütziger Verein mit ca. 40 Mitgliedern und einem Ehrenamtlichen Vorstand. Der Verein wurde im September 1992 mit dem Ziel gegründet, bewährte segelschiffs- und arbeitspädagogische Ansätze mit zeitgemäßen Formen der Öffentlichen Erziehung zu verbinden.

GANGWAY sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Förderung von Jugendlichen in ihrer Schul- und Ausbildungsfähigkeit und hilft ihnen bei der Erlangung von Schulabschluss und einer Berufsausbildung. Der Träger richtet sein Hilfeangebot an Jugendliche, deren Schul- und Ausbildungsprozess aus unterschiedlichen Gründen gefährdet oder abgebrochen und für die eine umfassende eng strukturierte Förderung angezeigt ist.

Dazu unterhält GANGWAY stationäre, teilstationäre, flexible und ambulante Teilbereiche. Auf dem Frachtsegelschoner "UNDINE" werden nur männliche Jugendliche aufgenommen, alle anderen Angebote sind koedukativ. Der Verein hat eine eigene Schule mit der Möglichkeit zu intensiver individueller Förderung der Jugendlichen und organisiert niedrigschwellige Arbeits- und Qualifikationsprojekte zur Integration in Arbeit und Beruf.

Das Mindestalter für die Projektaufnahme ist 14 Jahre. Die Wohngruppen stehen Jugendlichen ab 13 Jahren offen.

GANGWAY arbeitet auf der rechtlichen Grundlage des SGBVIII (§§27ff und §41ff).


Jugendhilfezentrum Gangway
Foto: WIR

Spendenkonto:

bei der Bank für Sozialwirtschaft

Blz.: 251 205 10
Kto. Nr,: 744 66 00

  Kurzbeschreibung

Unser Ziel ist es, den Jugendlichen zu allmählicher Verselbständigung zu verhelfen, sie schulisch zu qualifizieren und sie im Idealfalle bis zur Berufsreife zu begleiten.

Die Arbeit unseres Vereins ist handlungsorientiert, die Qualifizierungsangebote an die Jugendlichen sind niedrigschwellig. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Zusammenhang von Leben, Lernen und Arbeiten. Unsere Jugendlichen stammen oft aus sozial schwachen, meist inkompletten Elternhäusern; viele von ihnen haben lange "Heim-Karrieren" hinter sich. Der Schulbesuch ist gewöhnlich - trotz Schulpflicht - schon mehrere Jahre unterbrochen. Für die Jugendlichen, von denen einzelne erhebliche Straftaten (wie z.B. Einbrüche, Diebstähle, KFZ Delikte, Körperverletzungen etc.) verübt haben, hat die Öffentliche Erziehung oft keine tragfähigen Angebote, die von den Betroffenen auch akzeptiert werden.

Das spezielle Angebot unseres Trägervereins an solche Jugendliche beginnt mit der freiwilligen Teilnahme an einer sechsmonatigen Segelschiffsreise. Für die Teilnehmer geht es einerseits darum, Abstand zu schädlichen Milieu-Einflüssen zu gewinnen, andererseits sollen sie durch die vielfältigen Sachzwänge und Aufgaben an Bord eines Segelschiffs exemplarische Lebenserfahrungen sammeln können. In oft mühsamen kleinen Schritten wird gelernt, Regeln zu akzeptieren und andere Menschen zu respektieren, einen Arbeitstag zu strukturieren, Verantwortung erst für kleine Aufgabenbereiche, später für Schiff, Gruppe und für sich selbst zu übernehmen.

Das Wohn-, Schul- und Arbeitsprojekt, angesiedelt auf der Pontonanlage im Hamburger Hafen, ist zum einen Anschlussangebot für die zurückkehrende UNDINE-Crew, ist aber auch integraler Bestandteil aller anderen Betreuungsangebote des Trägers. Auf den Pontons, selbst Mittelding zwischen Schiff und Haus, wird an dem Transfer der an Bord gemachten Erfahrungen in das zukünftige "Landleben" gearbeitet unter Beibehaltung der bewährten Regelwerke der Bordgemeinschaft. Nach grundlegendem sozialen Training in der Seephase rückt nun die Vermittlung von schulischer und beruflicher Qualifikation in den Vordergrund. Zusätzlich zum täglich abgehaltenen Schulunterricht gibt es sinnvolle Beschäftigungsangebote am Nachmittag. Hier geht es auch um körperliches Agieren, die Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten, das Durchhalten einer auftragsbezogenen Arbeit und damit um die Vorbereitung auf Lehre und Beruf. Das trägereigene Schulprojekt mit seinen eigenen Lehrkräften und Technikern ist vernetzt mit und wird unterstützt von der Staatlichen Gewerbeschule Werft und Hafen.

Die Pontons und die beiden trägereigenen Schiffe UNDINE und MARGARETA sind eine unerschöpfliche Quelle von Beschäftigungsangeboten, was Instandsetzung, Wartung und Umbauarbeiten angeht. Die überwiegend einfachen Arbeiten, zum Teil schon von der Seereise bekannt, dienen gleichermaßen dem Erhalt der Anlage und der Fahrzeuge, wie der Erlangung grundlegender Berufserfahrungen und Fertigkeiten. Qualifizierte Schulung erfolgt in den Werkstätten der Gewerbeschule. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass Jugendliche, die von der Schule, der Gruppe oder ihrer häuslichen Ausgangslange her krisenhaft überfordert sind, mit handwerklichen Tätigkeiten unter entsprechender Anleitung aufgefangen werden können und sich so stabilisieren.

Ca. neun Monate nach Ende des Seeprojekts absolvieren die ersten Jugendlichen des Undine-Projekts zusammen mit den Jugendlichen aus unseren anderen Teilbereichen die Hauptschulabschlussprüfung, während die Jüngeren und Lernschwachen ein weiteres Jahr Schule durchlaufen. Schon während der Schulzeit setzt die Suche nach einem Ausbildungsplatz oder weiterqualifizierenden Schulmaßnahmen ein. Nach Hauptschulabschluß steht der Umzug in eine trägereigene Jugendwohnung/Wohngruppe an.

Mit der Verselbständigung der Heranwachsenden geht eine angemessene Verringerung des Betreuungsaufwandes einher.


Roland Hummel
(Geschäftsführer)

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