UNDINE Reise 2007

Starke Winde stoppen die UNDINE auf der Insel Bornholm!!!!! ...doch die Reise über Riga nach Tapurla geht weiter...

Nachdem die UNDINE am 28. Juni in Lübeck für die Reise nach Riga (Lettland) beladen wurde, verholte sie nach Neustadt in Holstein. Dort wurde sie mit Proviant ausgerüstet und die Bunkertanks aufgefüllt.
Am 1. Juli kam die Besatzung an Bord, fünf Jungen und fünf Erwachsene. Nach dem einchecken ging die Reise um 1500h los.
Mit Motorkraft erreichten wir die Reede von Rerik, dort ankerten wir. Die Jungen gingen mit jeweils einem Erwachsenen Ankerwache.
Nach einer ruhigen Nacht, hievten wir um 0900h den Anker auf und setzten die Reise fort.
Wir bekamen unterwegs die Nachricht, dass der beantragte Ausweis von Kevin nur mit seiner Unterschrift bearbeitet werden kann. Das hieß für uns, dass wir über Stralsund fahren mussten, um die Formalitäten zu erledigen. Die Nacht ankerten wir in der Prohner Wieck kurz vor Stralsund.
Um 0630h Anker auf und um 0730h fallen Anker vor dem Hafen von Stralsund. Nach dem Ankern wurde das Beiboot zu Wasser gelassen und Uwe, Kevin und Susanne fuhren an Land um den Antrag zu unterschreiben.
In der Zwischenzeit verholte die UNDINE durch die Ziegelgrabenbrücke und wartete auf das Boot.........
........11,30 Uhr war das Beiboot wieder zurück und wurde mit vereinten Kräften an Bord gehievt. Die Ausfahrt aus dem Strelasund war wieder etwas trickreich, denn Wind und Strömung forderten Jelle und Sascha in dem engen Fahrwasser des Landtiefs alles ab. Unter vollen Segel ging es nun Richtung Bornholm. Die dänische Insel sollte uns als Unterschlupf dienen, um den angesagten Sturm abzuwarten. Bei Sonnenaufgang erreichten wir den rettenden Hafen von Rönne und das Warten begann.


Kapitän befielt REINSCHIFF. Das bedeutet im Klartext, alle sind mit Besen, Schrubber, Feudel und Kehrschaufel bewaffnet und verschmieren grüne Seife auf dem ganzen Schiff, egal ob es regnet oder schneit. Wir hatten glücklicherweise nur Regen, aber danach war der Kahn wieder bewohnbar und gemütlich.

5 Tage Rönne haben Spuren hinterlassen.
Das Schiff blinkt und glitzert, die Mannschaft ist geduscht und rasiert. Die Gangway-Matrosen Sascha und Kevin können schon perfekte An- und Ablegmanöver mit dem Beiboot und Motor vorweisen.
Jelle hat sich unter der Mannschaft eine schlagkräftige Rudermannschaft zusammengestellt und lässt sich wie Pascha durch den gesamten Hafen rudern. Schlauerweise hat er sie nicht als Galeerensklaven betitelt. Dies hätte unter Garantie eine Meuterei gegeben.

Heidepark lässt grüßen, sagten sich Marcel und Kevin, kletterten auf den Mast und waren erstaunt, dass Rönne so klein und die Bewegungen der Mastspitzen doch so groß sind.

Jens hat mal soeben ein Auto klar gemacht und spielt den Touristenführer. Mit Erfolg, denn nun wissen alle von uns, dass die hübschen Mädels auf der windstillen Seite der Insel zu finden sind. Logo. Auf der Windseite will ja keiner bleiben. So auch die beiden Saschas. Beide haben sich unabhängig voneinander entschieden, die Reise hier abzubrechen. Das Wort „schade“ ist nun an Bord häufig zu hören.


Montag Morgen geht dem Sturm die Puste aus und die Undine schiebt sich vorsichtig aus dem Hafenbecken. Doch der Sturm der letzten 5 Tage hat noch ein paar fette Wellen hinterlassen. Die  erwischen uns nun auch volle Breitseite und die alte Dame  wackelt kräftig hin und her. Tisch und Stuhl tanzen Polka in Kapitäns Kajüte und in der Kombüse suchen sich die Briketts und das Feuerholz neue Verstecke zwischen den Töpfen und Pfannen.

Mit Wind und Welle von hinten geht es ab Mittag  quer übern Teich. Das Leben an Bord hat den Rhythmus von 4 Stunden Arbeit, 8 Stunden frei, 4 Stunden Arbeit, 8 Stunden frei und weiter und weiter, Tag und Nacht.

Trotz des schweren Seegangs ist die Mannschaft guter Dinge, denn Marcel sorgt für gute Musik und  Steuermann Uwe erzählt Geschichten vom Klabautermann. Dieser hätte versucht, ihn in seine Kajüte einzusperren. Harald, unser Kapitän, meint das mit dem Klabautermann könne mit einer mathematischen Formel erklärt werden. Alle lachen, nur Uwes Gesicht bleibt ernst.

Tucker tucker! Mit 300 Umdrehungen kämpft die Maschine  gegen die See und schiebt uns Richtung Nordost vorbei an den Inseln Christiansö, Öland und Gotland Richtung Riga. Die See beruhigt sich langsam.


Daniel wird zur lebenden Uhr und führt akribisch genau das Logbuch. Positionen, Maschinenkontrollen, Wetternotizen alles auf die Minute genau. Wache hat er mit Kapitän Harald, der natürlich an seinen Matrosen besonders hohe Anforderungen stellt. Aber Daniel gibt sich große Mühe.

Kevin war bis jetzt der Meinung, dass Uwe immer nur im Kreis führe, doch jetzt kann er schon mit Seekarte, Kursdreieck und Stechzirkel umgehen und hat nun begriffen, dass die Ostsee in alle Himmelsrichtungen gleich aussieht. Er geht Wache mit Jens, der ihn gleich mal eben in die Geheimnisse der Navigation eingeweiht hat.

Marcel macht der Seegang noch immer stark zu schaffen, aber trotzdem ist er für Uwe eine große Hilfe. Und irgendwie liest er ihm auch jeden Wunsch von den Augen ab, es gibt Kakao, Brötchen, Kuchen und ab und an ein nettes Gespräch. Also alles was eine lange Wache angenehm macht. Die beiden gehen zusammen die Hundewache von 24 bis 4 Uhr, das Grauen jedes Seefahrers.

Am besten hat es wohl Susanne. Keine Wache aber sechs Seebären um sich. Aus lauter Freude darüber backt sie uns jeden Tag ein frisches Brot und erwähnt so ganz nebenbei, dass die Toiletten mal wieder geputzt werden müssten.

Im Golf von Riga wird die See wieder ruppig und das Steuern zur Gedulds- und Kraftprobe. Doch nun geht´s wieder südlich, der Sonne entgegen. Haha der Himmel hängt voller Wolken und ab und an regnet es auch. An Bord herrscht angespannte Erwartung und alle sind etwas nervös. Plötzlich reißt der Himmel auf, die Abendsonne kommt raus und über der Hafeneinfahrt entsteht wie ein Willkommensgruß ein Regenbogen. Schluss mit Sentimentalitäten!!! Das Schiff muss klargemacht werden zum Anlegen und dies ist noch mal ein gutes Stück Arbeit. Die dicken Reifen und Festmacherleinen sollen aus dem Laderaum raus und klargelegt werden. Das Anlegen ist für Harald Routine, so wie Zähneputzen. Doch die Matrosen sind nervös und wollen so schnell wie möglich festen Boden unter den Füßen haben. Am liebsten Landgang – sofort!!! Ja, wenn da die Sache mit dem Zoll nicht wäre. Der gesamte Hafen ist eingezäunt, 2,50m hoch und Kameras. O.k., dann eben morgen.


Geweckt wird noch vor dem Aufstehen und beim Frühstück dreht sich alles nur darum, wie es am Besten zu bewerkstelligen sei, die sechs Tonnen Hilfsgüter für die Suppenküchen der sozialen Einrichtungen von Riga zu entladen. Es ist ein riesiger Berg an Kartons. Für Jens ist das alles kein Problem. Er meint „Kette bilden und raus damit“. Unsere Kette ist zwar kurz aber stark. Doch uns ist Hilfe versprochen worden, Männer und Frauen aus Riga und zwei Kerle gebaut wie Bäume. O.K. Laderaum auf und los. Die Ladung flog raus im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden lettischen Riesen fingen zwei Kartons gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen und bald hießen sie nur noch „die Klitschkow Brüder“. Gab es einen Stau in der Kette sprang Daniel ein. Wie ein Auswechselspieler war er beim Ruf „Einsatz Daniel“ sofort zur Stelle und füllte die Lücke. Um 13.00 Uhr ist alles geschafft und beim Blick aus dem Laderaum ist von Riga nichts mehr zu sehen. Nur Berge von Kartons stapeln sich an der Pier und wir haben endlich Landgang.

Riga zeigt sich als eine ganz normale Grossstadt mit neuen und alten Gebäuden, Parks, Geschäften, Hochzeiten mit dicken „Limos“ statt Kutschen und auch Menschen, die in Mülltonnen nach Pfandflaschen suchen. Besonders fallen die Mädels in ihren Miniröcken auf – und wir daneben in unseren dicken Pullovern auch. Für die Letten scheint auch der kleinste Sonnenstrahl gleich Hochsommer zu bedeuten. Ne Menge geschafft und ne Menge Eindrücke für einen Tag in Riga.

Uwe hat Geburtstag! In der Kombüse hängen selbstgebastelte Girlanden und gesungen wird auch. Na ja, bühnenreif war das noch nicht, aber er ist schwer gerührt und freut sich über das Katzengejammer. Zum Mittag sind wir von Pastor Brauer eingeladen. Er hat die Sache mit der Hilfslieferung eingefädelt und führt uns aus. Original lettisch (Hauptsache viel Dill!). Selbstbedienung wie bei IKEA - super lecker und Käpt’n Harald hat nur Nachtisch auf seinem Tablett.

Die See hat uns wieder! Unser Ziel ist Pärnu, dort ist die Grenzabfertigung für Estland. Für uns ein Umweg von zwei Tagen, aber schließlich sind wir auf einem Handelsschiff und nicht auf einer Kreuzfahrt.
In Pärnu stößt Jutta zu uns. Sie ist auf der UNDINE schon lange zu Hause und hat gerade ihr Studium der Nautik abgeschlossen. Wir sind wieder voll besetzt in den Wachen, doch erneut zwingt uns ein kurzer Sturm zum Warten.
Leinen los und Richtung Norden. Die Fahrt ist wieder etwas schaukelig, denn ohne Ladung tanzt die UNDINE wie ein Korken. Käpt’n Harald entschließt sich, zwischen den Inseln durch zu steuern, eine Abkürzung von einem Tag, doch für seine Steuerleute Jutta und Uwe eine Herausforderung. Soll ja auch super schön sein die Passage. Nix da! Bei Nacht passieren wir die die engen Fahrwasser und am Morgen schwimmt das Schiff schon im Finnischen Meerbusen. Auf den Seekarten ist Tapurla schon zu sehen. Nun ist auch Marcel interessiert an der Navigation und macht den ganzen Nachmittag Übungsaufgaben, um fit zu werden für die Rückreise.


Tapurla in Sicht. Doch was auf den Seekarten als Ortschaft eingetragen ist erweist sich nur als eine idyllische Ansammlung von Häusern mit einer kleinen und etwas verfallen Mole, hinter der sich ein paar Fischerboote ducken und der Schoner „Blue Sirius“ liegt. Platz für die UNDINE ist eigentlich nicht. Die „Blue Sirius“, gesteuert vom Hafenmeister, kommt uns entgegen, um uns den Weg zu zeigen und Platz zu schaffen, dass wir festmachen können. Klappt auch super, rückwärts rein - ohne einen Kratzer. Für Harald wieder wie Zähneputzen. Noch beeindruckender ist der Berg an eingesacktem Schnittholz, der auf der Mole liegt.
Wieder wird beim nächsten Frühstück beratschlagt, wie der dicke Bauch der UNDINE zu füllen ist. Für den Käpt’n und die Steuerleute geht’s um Trimm, Lademarke und Stabilität, damit wir das Schiff wieder sicher nach Neustadt zurückbringen. Die GANGWAY-Matrosen haben andere Sorgen.  Wo sind die Mädchen von gestern Abend?
1600 Säcke sind nicht mal so eben verstaut, erst recht nicht, wenn sie 200 m vom Schiff weg gelagert sind und von dort herangetragen und herangekarrt werden müssen. „Jalla, Jalla“ schreit Uwe, „wo bleibt mein Holz!“ und Sack um Sack rutscht in den Laderaum. Wir schaffen am ersten Tag bereits die Hälfte des Berges. Eine schweisstreibende Angelegenheit und dem einen oder anderen schmerzen abends der Rücken und die Glieder.
Nach dem Duschen ist dann wieder alles in Butter und es taucht bereits wieder die Frage nach den Mädchen auf. Spät kreuzen denn auch Marcel und Kevin mit leuchtenden Augen auf und kündigen ganz niedlichen Besuch für den nächsten Morgen an. Die Mädchen sind zwar zur Stelle, aber tauchen mittags nicht wie verabredet wieder auf. Ein wenig Trauer ist angesagt, aber die Ladearbeiten leiden darunter nicht. Am zweiten Abend können wir stolz auf die getane Arbeit zurückblicken. Der Laderaum sieht aus wie geleckt, der Trimm stimmt und wir können die Luke dicht machen.

Anderntags steht Tallin auf dem Programm. Die Altstadt ist hübsch, aber ein wenig zu sehr Ausstellungsstück. Die weibliche Augenweide von Riga bleibt leider unerreicht, so dass der Enthusiasmus für die veranschlagte Zeit nicht ausreicht. Das gibt uns Gelegenheit den Leihwagen noch mal richtig zu nutzen und am Spätnachmittag nach Narva an die russische Grenze zu fahren und dort die beeindruckenden Festungen auf beiden Seiten des Flusses Narva zu bewundern.
Ohne Scheu vor wilden Tieren, schlagen sich Marcel, Kevin und Uwe durch die estnischen Wälder und sammeln Blaubeeren, um für uns eine ganz hervorragende Blaubeertorte zu kreieren. Zur Belohnung läd uns Peer, unser Kontaktmann in Tapurla, am Abend in das Zeltlager auf der anderen Seite der Bucht zum Grillen ein.


...der starke Wind weht weiter, doch wir schaffen es zurück!!

Dicke Bäuche schlafen lange!
Peer hatte zum Grillen eingeladen und so richtig aufgefahren. Selbst Daniel ist satt geworden. Doch trotz der Völlerei macht die gesamte Besatzung am nächsten Tag einen Ausflug nach Tallin, in die Hauptstadt der Cheeseburger. Nun geht wirklich nichts mehr rein und das Abendessen fällt aus.
Susanne und Uwe verstecken sich! Nicht aber ohne den Rest der Mannschaft mit der Ankündigung einer Überraschung aufzufordern, sie zu suchen. Natürlich haben sie an geheimen Orten Nachrichten mit verschlüsselten Botschaften hinterlassen.
Nach 4 Stunden intensivsten Suchens endet dieses Geländespiel bei einem Lagerfeuer mit Stockbrot am Strand.

Schietwetter!!
Am letzten Tag vor dem Auslaufen sind die Fahrräder noch mal so richtig heiß gelaufen. Alle sind unterwegs und werden von kräftigen Regenschauern abgekühlt.
Die Ziele sind unterschiedlich. Kiosk oder Kiosk. 6 km hin, Eiskaufen, 6 km zurück! Aber die letzten „Eestidollar“ müssen halt weg.


Der Abschied von Tapurla ist echt überfällig. Nur Kevin und Marcel, unseren beiden Herzensbrecher fällt es wohl etwas schwerer. Aber wegen zwei vor Trauer weinenden Mädchen kann das Schiff nicht warten! Oder doch? Nur mit Hilfe von Kaido, dem Hafenmeister und heimlichen König Tapurlas, waren die zwei bei ihren neuen Schwiegereltern aufzuspüren und zur Rückreise zu überreden.

Am Anfang war es nur ein kleiner Punkt am Horizont und wurde immer größer. Eine Insel mit einer Festung? Nee, ein Leuchtturm!! Ein kleines Boot kommt auf uns zu. Der Typ im Boot fragt, ob wir nicht auf seine Insel kommen wollen! Uns erinnert das an Piratengeschichten und  wir sagen „Danke, keine Zeit“ und er verschwand. Später bekommen wir eine E-mail mit Fotos und einem Gruß von der Leuchtturminsel! Schade, wär´ vielleicht doch `ne interessante Sache gewesen.

Einer wird vermisst, der andere findet ihn.
Daniel entdeckt bei einer Routine Kontrolle im Maschinenraum Uwe wie der das kaputte Ventil einer  Ölleitung mit seinem Daumen abdichtet und dort wohl bis ans Ende seiner Tage festgesessen hätte wenn Daniel ihn nicht gefunden und Hilfe geholt hätte. Das Ventil ist dann schnell repariert, nur Uwe sieht aus wie ein Ferkel aus der Suhle. Egal, er ist froh gerettet worden zu sein und erzählt die Geschichte noch Tage später.


Der Wind weht ständig aus anderen Richtungen und zwingt uns zum „Eiland-hopping“, aber irgendwann geht nix mehr, zuviel Wind. Drei Tage haben wir uns im Zickzack von Insel zu Insel gehangelt, doch in Kalmar ist erstmal Schluss. Die Seewachen haben ein Ende, aber die Arbeit an Bord geht weiter. Reinschiff, natürlich mit grüner Seife, Segel flicken, Tauwerk und Leinen austauschen, Maschinenraum putzen und all die Dinge für die auf See keine Zeit ist. Es gibt auch Waschmaschinen im Yachthafen und Jens verbringt Stunden mit dem Studium der schwedischen Gebrauchsanweisung und noch mal mehrere Stunden mit dem Wäschewaschen für die ganze Mannschaft.
Trotz aller Arbeit bleibt Zeit für einen Ausflug. Uwe hält Wache am Schiff und gibt den neugierigen Touristen Auskunft über die momentane Attraktion von Kalmar und die Anderen lassen sich die Funktionsweise der öländischen Windmühlen von Susanne erklären. Natürlich ist die ähnlich wie bei den Waschmaschinen, behauptet Jens. Kevin sagt da nur „Ach waas“?!?
Beim Stadtbummel durch Kalmar fällt ein kleines blaues Ausflugsboot auf, welches Touristen im Schlossgraben spazieren fährt. Da dieses Boot abends beim Hafenmeisterbüro angebunden ist, gibt es wohl eine Verbindung zwischen Schlossgraben und Hafen. Abgemachte Sache, morgen wird ein Ausflug gemacht und zwar zum Schlossgraben, mit unserem Beiboot.
Boot raus ins Wasser geht nun schon in Nullkommanix und zum Warmwerden wird erst mal der Müll zum Hafenmeister gebracht.
Und dann beginnt Kevin`s und Uwe`s Irrfahrt, die sie in alle Ecken des Hafens bringt und dann auf der offenen See endet. Enttäuscht kommen sie zur UNDINE zurück und studieren die Karte  „Ach waas“ .
Ratz Fatz durch den kleinen Yachthafen, nach Steuerbord hinter der Mauer und um die dicken Felsen, unter der kleinen Brücke durch und schon ist es geschafft!
Skipper Daniel und Kevin schippern wie die Profis und beweisen, dass sie in Navigation viel gelernt haben.
Marcel lässt sich zu Mc Donald schippern und verdrückt in drei Minuten vier Cheeseburger. Respekt, echt schnell!!


Leinen los in Kalmar und ab nach Hause. Mühsam ist es. Wellen und Wind von vorn, Wache um Wache. Die Matrosen haben gut zu tun, doch Daniels Pfannkuchen geben neue Kraft. Er hat ja auch gleich für die ganze Woche gebacken. Ganze Berge türmen sich in der Kombüse..........

Mit "nach Hause" war wohl nix. 700 Säcke sollen auf den Ochseninseln entladen werden – ich wiederhole: 700!!! Aber das Tollste ist: ein Reporter der Frankfurter Rundschau kommt auch an Bord. Abgeholt wird er in Maasholm, heißt Jan und macht Interviews und Fotos. Wir sind gespannt, was er über uns schreibt.

Das Entladen wirft seine Schatten voraus. Ein letztes Mal rattert die Ankerkette in der Flensburger Förde, fünf Meilen vor unserem Ziel. Käp´ten Harald meint: „zu schwierig zum Anlegen in der Dunkelheit“. Na wenigstens können alle noch einmal etwas schlafen.
Bei Sonnenaufgang geht der Anker wieder hoch. Es geht los und unser Holzfrachter macht an einem kleinen Holzsteg fest. Das sind also die Ochseninseln? Zwei kleine Inseln mit 100 Meter Durchmesser, einem Haus und zwei Eseln?! Aber das Beste ist: es warten schon acht Leute auf ihr Holz. Also zack-zack Luke auf, da fliegt auch schon der erste Sack aus dem Laderaum und unser Ruf „Jalla, Jalla“ tönt über die ganze Insel. Alle reißen richtig mit ran – im Laderaum sind locker 40 Grad. Nach einer Stunde sind alle komplett verschwitzt und dreckig. Doch heute macht es richtig Spaß und nach drei Stunden ist alles geschafft! Noch ein bisschen aufräumen und duschen und dann wird gegrillt und gechillt!


......am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, gehts ans packen und Reinschiff machen. Alles ist sauber und blitzt und blinkt. Auf der Fahrt nach Flensburg wird das Deck gewaschen, dabei gibt es kleine Duscheinlagen.
In Flensburg angekommen gehen wir, sauber, gepflegt essen. Nach einem Stadtbummel fallen alle müde in die Kojen.

Der Montag ist der Tag des Abschieds. Nach einem gemeinsamen Abschiedsfoto fahren Kevin, Marcel, Daniel, Uwe und Susanne ab nach Hamburg. Harald macht die Schiffsübergabe. Um 1200h verlassen dann auch Jutta, Harald und Jens die UNDINE.

Es war eine sehr schöne Reise. Wir danken allen die sie ermöglicht haben.

Käptn Blaubeer
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